Equal Pay Day: Mehr Geld und Respekt für Sorgearbeit!

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Presseerklärung, Berlin, 16. März 2018

Anlässlich des 11. Equal Pay Days erklärt Achim Kessler, hessischer Bundestagsabgeordneter der Partei DIE LINKE und Obmann im Gesundheitsausschuss:

 

„In Hessen verdienen Frauen durchschnittlich 14 Prozent weniger als Männer, bundesweit sind es sogar 21 Prozent. Damit gehört Deutschland zu den Schlusslichtern Europas. Im Durchschnitt verrichten Frauen in Deutschland täglich 87 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Dazu zählen unter anderem Tätigkeiten wie die Betreuung, Erziehung und Ausbildung von Kindern, aber auch die Alten- und Krankenpflege. Die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen ist in den sozialen Berufen, besonders in den Gesundheitsberufen und der Pflege, weiterhin hoch.

Die Lohnlücke liegt zum Beispiel in der Pflege bei rund 40 Prozent. Laut Statistischem Bundesamt sind über 40 Prozent der Gesundheits- und Krankenpflegerinnen in Teilzeit beschäftigt, in der Altenpflege sind es sogar fast 55 Prozent. Deshalb sind sie überdurchschnittlich von Altersarmut bedroht.

Ich fordere die Aufwertung von Sorgearbeit, besonders in den Pflege- und Gesundheitsberufen durch mehr Personal und eine bessere Bezahlung. Die Bundesregierung muss endlich das bereits im letzten Koalitionsvertrag versprochene Rückkehrrecht aus Teilzeit in Vollzeit für alle Beschäftigten umsetzen, damit Frauen nach Zeiten der Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen auch wieder einer Tätigkeit in Vollzeit nachgehen können. Frauen dürfen nicht für die verfehlte Gesundheitspolitik der Bundesregierung herhalten.“

 

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