„Hier ruht der letzte Landarzt!“

Sargaktion Gesundheitswesen mit Achim Kessler

Straßenaktion in Neu-Isenburg und in Groß-Umstadt, Diskussionsveranstaltung in Weiterstadt am 13. Oktober 2018

Auf dem belebten Neu-Isenburger Markt stieß unser Infostand auf großes Interesse. Blickfang war der schwarze Sarg, in dem symbolisch das derzeitige Gesundheitswesen zu Grabe getragen wurde. Nicht nur für den bekamen wir auch positives Feedback. Einige Marktbesucher und -besucherinnen wurden sogar neugierig auf Mitarbeit im Kreisverband.

Vielen unserer Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner lagen die langen Wartezeiten für Fachärzte auf dem Herzen. Die Antwort der Partei DIE LINKE. auf diese Missstände ist die Forderung nach einem Ende der privaten Krankenversicherung, um Fehlanreize für Ärztinnen und Ärzte wirksam zu unterbinden. Weil sie für die Behandlung privater Patientinnen und Patienten mehr Geld bekommen, lassen sich Ärztinnen und Ärzte gerne dort nieder, wo viele Besserverdienende wohnen. Das ist auch der Grund, warum Privatversicherte schneller einen Termin bekommen. DIE LINKE will diese Ungerechtigkeit durch die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung beenden, in die alle einzahlen, ohne Beitragsbemessungsgrenze und unter Einbeziehung aller Einkommensarten.

Sargaktion Gesundheitswesen Achim KesslerDas war auch Thema bei unserer Aktion auf dem Marktplatz in Groß-Umstadt. Unter dem Motto „Hier ruht der letzte Landarzt!“ machten wir auf die ungenügende medizinische Versorgung auf dem Land aufmerksam. Viele Bürgerinnen und Bürger berichteten uns in persönlichen Gesprächen über den zunehmenden Ärztemangel. DIE LINKE. fordert hier kurzfristige Hilfe durch Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Hand und durch mobile Praxen und andere innovative Formen der medizinischen Versorgung.

Am Ende dieses ereignisreichen Tages fand dann in Weiterstadt die Veranstaltung „Gesundheitspolitischer Dialog“ statt. Die Direktkandidaten Irene Friedrich und Tim Dreyer initiierten die Veranstaltung und gestalteten sie durch ihre Diskussionsbeiträge zur medizinischen Versorgung im Kreis sehr spannend. Für mich persönlich konnte ich sehr interessante Ideen für die ambulante Versorgung und zahlreiche Denkanstöße zur Telemedizin mitnehmen.

Mit Sicherheit die einzige „Beerdigung“ an die ich noch länger gerne zurückdenken werde!

 

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