Öffentliche Finanzierung der WHO sichern – Trumps rechtspopulistische Angriffe zurückweisen!

„Die Entscheidung von US-Präsident Trump, die Zahlungen seines Landes an die Weltgesundheitsorganisation WHO zu stoppen, ist gerade in Zeiten der Corona-Krise ein katastrophales Signal. Sie wird zu einer weiteren Verschärfung der Situation gerade in den ärmsten Ländern führen. Ich fordere deshalb die Bundesregierung auf, der Propaganda von Trump entschieden entgegenzutreten und die Zahlungen für die WHO zu erhöhen“, erklärt Achim Kessler, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag.

„Bei aller berechtigten Kritik an der WHO und ihrer Strategie zur Bewältigung der Corona-Pandemie ist Trump der letzte, der sie bewerten könnte. Denn er hat selbst die zu späten Warnungen der WHO noch in den Wind geschlagen. Dafür müssen jetzt die Menschen in den USA, vor allem In New York einen sehr hohen Preis bezahlen. Trump will mit der Schuldzuweisung an die WHO von seinem eigenen Totalversagen ablenken. Er macht wieder einmal deutlich, dass ihm, wie allen anderen Rechtspopulisten die Menschen und ihre Gesundheit vollkommen egal sind.

Die Probleme der WHO resultieren hauptsächlich daher, dass sie in den letzten Jahren nur noch zu 20 Prozent mit öffentlichen Mitteln der Mitgliedsstaaten finanziert wurde. Der Rest kommt von Stiftungen wie der ‚Bill und Melinda Gates Stiftung‘, die mehr Interesse an öffentlichkeitswirksamen Impfkampagnen haben als am nachhaltigen Aufbau einer medizinischen Primärversorgung in ärmeren Ländern. So wichtig Impfkampagnen sind, ist und bleibt eine funktionierende Primärversorgung die entscheidende Grundlage für eine wirkungsvolle globale Gesundheitspolitik. Das zeigt sich auch und gerade in der Corona-Pandemie. Außerdem gilt: Wer den chinesischen Einfluss in der WHO begrenzen möchte, muss die Mittel zu ihrer Finanzierung erhöhen und nicht kürzen. Auch deshalb müssen Deutschland und die Europäische Union die Mittel für die WHO deutlich aufstocken.“