8. März – Solidarität mit den streikenden und kämpfenden Frauen

„Unser Gesundheitssystem benachteiligt Frauen in vielerlei Hinsicht, das zeigt sich immer noch an den §218 und §219a, die das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung stark einschränken. Es kann nicht sein, dass eine Ärztin aus Gießen vor Gericht kommt, weil sie öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche informiert. Unerlässliche Hygieneartikel, wie Binden, aber auch Verhütungsmittel sollten kostenfrei zur Verfügung stehen“, erklärt Achim Kessler, hessischer Bundestagsabgeordneter und gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. anlässlich des Internationalen Frauen*kampftags am 8. März 2020.


Achim Kessler weiter: „Der 8. März ist Internationaler Frauen*kampftag. Weltweit sehen wir, dass sich immer mehr Frauen* zusammenschließen und gemeinsam gegen Unterdrückung, sexualisierte Gewalt und die ungerechte Arbeitsteilung auf die Straße gehen. Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir im Jahr 2020 aber auch in Europa weit entfernt: Frauen* verrichten immer noch den Großteil unbezahlter oder gering vergüteter Pflege- und Sorgearbeit. Sie verdienen im Schnitt 16 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen und sind viel häufiger von (Alters)armut betroffen.


Wir brauchen endlich ein Ende von patriarchaler Ausbeutung und Gewalt und eine gesellschaftliche Aufwertung von Pflege- und Sorgearbeit. Ich erkläre mich solidarisch mit allen streikenden und kämpfenden Frauen*.“