Außenpolitik der Solidarität statt geostrategische Kapitalinteressen

„Die Katastrophe in Afghanistan zeigt erneut, wie dringend wir

eine neue Außenpolitik der Solidarität mit den Menschen

brauchen, anstatt mit militärischer Gewalt geostrategische

Kapitalinteressen abzusichern“, erklärt Achim Kessler,

hessisches Mitglied des Bundestages für DIE LINKE und

Direktkandidat im Wahlkreis Frankfurt II.


Achim Kessler weiter: „Nach 20 Jahren Krieg verlässt die

Koalition fluchtartig ein zerstörtes und im Chaos versinkendes

Land. Die von der NATO installierte korrupte Regierung

Afghanistan bereicherte sich schamlos an den Hilfsgeldern für

das Land. Glaubwürdige demokratische und vor allem soziale

Reformen, die erforderlich gewesen wären, um die soziale

Situation zu verbessern und den Rückhalt der Bevölkerung zu

gewinnen, gab es nie. Das außenpolitische Konzept der

gewaltsamen Demokratisierung von außen ist endgültig

gescheitert.


Zurück bleiben nicht nur die vielen einheimischen Ortskräfte,

sondern auch verfolgte Minderheiten, Aktive, die sich für

Demokratie, Menschen- und Frauenrechte einsetzen, Menschen

auf der Flucht. Sie sind in Gefahr. Die Bundesrepublik steht hier

als Konfliktpartei in der humanitären Bringschuld. Ich fordere

die Bundesregierung dazu auf, diese Menschen schnellstmöglich

in Sicherheit zu bringen. Wir brauchen dringend eine zivile

Evakuierung, um die Menschen sicher nach Deutschland zu

bringen.“