Das Gesundheitssystem muss wieder in die öffentliche Hand!

Aktualisiert: Juni 18

„Die Zeit ist jetzt reif, die Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen und sich für einen Systemwechsel im Gesundheitswesen einzusetzen, der nicht länger Profite, sondern Menschen voranstellt. Die Privatisierungen im Gesundheitssystem müssen sofort rückgängig gemacht werden! Wir brauchen eine bedarfsgerechte Finanzierung, demokratische Strukturen, faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen“, erklärt Dr. Achim Kessler, hessischer Bundestagsabgeordneter zum bundesweiten gesundheitspolitischen Aktionstag am 17. Juni.


Kessler weiter: „Obwohl die Konferenz der Gesundheitsminister der Länder (GMK) aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurde, ist es wichtig, dass zahlreiche Beschäftigte im Gesundheitswesen dennoch ihren Protest heute auf die Straße tragen. Dass es einen Pflegenotstand gibt, ist schon lange vor der Pandemie bekannt gewesen. Deshalb brauchen wir endlich eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und sofort eine höhere Vergütung! Das heißt dauerhaft 500 Euro mehr für Beschäftigte, nicht nur in der Altenpflege und als einmalige Auszahlung, sondern dauerhaft auch für die Krankenpflege und Servicepersonal. Das Fallpauschalen-System muss abgeschafft und durch eine selbstkostendeckende, bedarfsorientierte Finanzierung und einen angemessenen Personalschlüssel ersetzt werden. Krankenhäuser gehören in die öffentliche Hand.


Ich werde mich an der Straßenaktion am kommenden Freitag, den 19. Juni in Frankfurt Rödelheim beteiligen und solidarisiere mich mit Patientinnen und Patienten, ihren Angehörigen und allen Beschäftigten für ein solidarisches Gesundheitssystem!“