Die Abschaffung des Schulgelds für Heilmittelberufe ist überfällig, reicht aber nicht aus

„Ich begrüße, dass nun auch Hessen das Schulgeld für die Gesundheitsfachberufe abschaffen will. Hohe Ausbildungskosten, die viele Schülerinnen und Schüler zahlen müssen, niedrige Einkommen und hohe Fortbildungskosten – diese Kombination führt dazu, dass diese Berufe, nicht mehr attraktiv sind. Bereits jetzt gibt es nach Zahlen der Bundesarbeitsagentur bei verschiedenen Heilmitteln, wie zum Beispiel der Physiotherapie, einen Fachkräftemangel.

Damit daraus nicht ein Versorgungsnotstand wird, wie wir ihn in der Pflege haben, ist es höchste Zeit, dass weitere Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehören eine bedarfsorientierte Modernisierung der Ausbildung auf der Grundlage qualitativer Standards und eine Vergütung der in den Praxen angestellten Therapeutinnen und Therapeuten mindestens auf Klinikniveau“, erklärt der hessische Bundestagsabgeordnete Achim Kessler der Partei DIE LINKE.


Kessler weiter:

„Heilmittel wie Physio-, Ergo-, Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie sind wesentliche Bestandteile der gesundheitlichen Versorgung. Ziel muss es sein, flächendeckend eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen.“