Die Bundesregierung handelt verspätet und planlos

„Die Bundesregierung muss ihre Pläne für die weitere Bekämpfung der Pandemie zur Diskussion und Abstimmung im Bundestag stellen. Deshalb braucht es eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses, der eine Sondersitzung des Bundestages folgen muss, damit über die weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung transparent und demokratisch entschieden werden kann“, erklärt Achim Kessler, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Beratungen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK). Kessler weiter:


„Die Bundesregierung handelt verspätet und planlos. Um einer vierten Welle der Pandemie vorzubeugen, brauchen wir jetzt schnell unkomplizierte Impfmöglichkeiten ohne Anmeldung für alle Menschen, deren schwerer Alltag bürokratische Verfahren nicht zulässt. Bund und Länder müssen die Menschen vom Sinn der Impfung überzeugen, um höhere Impfquoten zu erreichen. Wir brauchen mobile Impfteams überall dort, wo die Menschen sowieso hinkommen. Das gilt insbesondere für wirtschaftsschwache Regionen und Stadtteile, in denen es oft auch eine Unterversorgung mit Ärztinnen und Ärzten gibt. Und wir brauchen sofort eine flächendeckende Informationskampagne in allen Medien, die den Menschen erklärt, warum es so wichtig ist, sich jetzt impfen zu lassen. Eine - auch nur indirekte - Impfpflicht würde das Gegenteil erreichen. Unsicherheit und Sorge kann man nicht mit Zwang ausräumen. Die Prüfung von Impfstoffen für Kinder muss sorgfältig und gründlich durchgeführt werden. Hier politischen Druck auf die Ständige Impfkommission auszuüben, ist falsch und sorgt nicht für Vertrauen bei Eltern, die vor der Entscheidung stehen, ihre Kinder gegen das Virus impfen zu lassen.“