Freizeit, Bildung und Gesundheit. Ein kritischer Stadtteilspaziergang in Eckenheim und Preungesheim.

In Freizeit, Bildung und Gesundheit unserer Jugend wird wenig investiert. Wichtige Investitionen werden von der Römerkoalition sogar verschleppt. Die Leittragenden sind die Kinder und Jugendlichen sowie die Familien und alleinerziehenden Eltern. Um einen Überblick über die Situation zu bekommen, haben Ayse Dalhoff (Stadtverodnete/Ortsbeirat), Lother Kramer (Ortsbeirat) und ich uns in Eckenheim und Preungesheim umgeschaut, mit betroffenen Familien und Beschäftigten aus der Kinder- und Jugendarbeit gesprochen.

Ein nie ersetztes Klettergerüst und ein Bericht des Elternbeirats der Eckenheimer Kita machen das fehlende Interesse der Stadt deutlich, die Träger der Kita ist. Viele andere Spielmöglichkeiten gibt es im Stadtteil Eckenheim nicht mehr, die Spielplätze wurden in den letzten Jahren zurückgebaut und der letzte verbliebene befindet sich auf einem Privatgrundstück. Kinder, die dort nicht wohnen, werden durch Platzverweise vom Spielen ausgeschlossen. In reicheren Stadtteilen hat die Stadtverwaltung hingegen für mehr öffentliche Spielplätze gesorgt. Wir dürfen nicht zulassen, dass Stadtteile nach dem Einkommen ihrer Bewohner bevorzugt oder vernachlässigt werden und damit auch die Zukunft der Kinder vorbestimmt wird.

Das Jugendhaus in Frankfurt-Eckenheim musste Kinder- und Jugendfreizeiten sowie kulturelle Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie absagen. Das trifft besonders arme Familien im Stadtteil, die sich die Besuche in der Frankfurter Oper oder im Schauspielhaus nicht leisten können. Hier gilt es auch, die niedrigschwelligen kulturellen Angebote für Kinder- und Jugendliche wieder anzubieten. Stadtteilkultur darf kein Opfer der Pandemie sein.

Die Grundschule in Eckenheim befindet sich in einem desolaten Zustand. Klassenzimmer und ein Werkraum sind unbenutzbar, im Keller gibt es großflächigen Schimmelbefall. Auch hier lässt sich eine Verschleppungstaktik der Stadt erkennen, welche erst durch die Organisation der Eltern, der Lehrer und dem Engagement der LINKEN. im Ortsbeirat gebrochen werden konnte. Die Stadtverwaltung muss klar machen, wieso es keine der notwendigen Investitionen in die Schule gegeben hat.

Quartiersmanagement, wie es sich in einigen Stadtteilen Frankfurts etabliert hat, ist eine sinnvolle Form der Organisation von sozialer Arbeit vor Ort. In Preungesheim konnten wir uns die Arbeit eines Quartiersmanagements anschauen, die Probleme der Menschen im Stadtteil erfahren und uns die Möglichkeiten der sozialen Arbeit anschauen. Für uns bleibt klar, dass sich die Stadt Frankfurt weiter um die Menschen in den Stadtteilen kümmern muss. Ein Brennpunkt muss kein Brennpunkt bleiben.

Im Anschluss an den Spaziergang „Freizeit, Bildung und Gesundheit“ sprachen wir mit einigen Bewohnerinnen und Bewohnern aus Eckenheim und Preungesheim. Es ist wichtig, dass sich die Menschen vor Ort in den Stadtteilen für die Rechte von Kindern und Jugendlichen zusammenschließen und organisieren. DIE LINKE. unterstützt Eltern, Lehrkräfte, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im sozialen Bereich bei ihrer Arbeit.