Gesundheit ist ein Menschrecht!

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte erklärt der Sprecher für Gesundheitspolitik der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Achim Kessler:


„Gesundheit ist ein universelles und unteilbares Menschenrecht, das auch und gerade in Pandemie-Zeiten gewährleistet werden muss. Es darf nicht sein, dass der soziale Status über den Zugang zur Gesundheitsversorgung entscheidet und Corona-Impfungen den reichen Ländern vorbehalten bleiben. Dies wäre umso fataler, da vor allem in den Ländern des globalen Südens oftmals nur eine unzureichende gesundheitliche Versorgung besteht. Und selbst in den reichen Industrienationen sind immer mehr Menschen von einer umfassenden Gesundheitsversorgung ausgeschlossen und können sich notwendige Behandlungen nicht mehr leisten. Maßgeblich verantwortlich für diese Entwicklung sind die zunehmende Kommerzialisierung und Privatisierung der Gesundheitssysteme und ihre Unterordnung unter Profit- und Kapitalinteressen.“


Kessler weiter:


„Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung ist nicht nur eine Umkehr von der bisherigen, sondern eine grundsätzliche Neuausrichtung der Gesundheitspolitik auch in unserem Land notwendig. Dazu gehört ein Paradigmenwechsel hin zu einer präventiven Gesundheitspolitik in öffentlicher Hand. Um auch im internationalen Maßstab eine umfassende gesundheitliche Versorgung zu garantieren, muss die Weltgesundheitsorganisation weit stärker als bisher mit staatlichen Geldern finanziert und so vom Einfluss privater Akteure geschützt werden.“