Heilmittelversorgung auch über Corona hinaus sichern

„Ich begrüße, dass in der Corona-Krise nun endlich ein längst überfälliger Schutzschirm für die Heilmittelversorgung aufgespannt wird. Dass die in der Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums für drei Monate angedachten Ausgleichszahlungen nicht zurückgezahlt werden müssen und zusätzliche Aufwendungen für Schutzausrüstung erstatten werden, ist ein richtiges Signal. Diese Zugeständnisse sollten uns jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir auch nach Corona dringend bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Vergütung in der Heilmittelversorgung benötigen“, erklärt Achim Kessler, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag.

Kessler weiter: „Für die gesundheitliche Versorgung essenzielle Berufe, wie die der Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen sind für viele Menschen wegen der schlechten Bezahlung unattraktiv und viele Praxen sind von Schließung bedroht.

Heilmittelerbringende dürfen nicht allein mit den kurz- und langfristigen wirtschaftlichen Folgen der derzeitigen Ausnahmesituation gelassen werden und brauchen die Sicherheit, auch in Zukunft ihrer Tätigkeit ohne Einbußen und Einschränkungen nachgehen zu können. Die Versorgung mit Heilmitteln muss in der Krise und über die Krise hinaus gesichert werden. Unter allen Umständen muss ein Praxissterben in der ambulanten Heilmittelversorgung verhindert werden.“