Keine Schließung von Walter-Tools in Frankfurt-Rödelheim

Zur beabsichtigten Schließung des Standortes Frankfurt-Rödelheim der Firma Walter erklären die hessischen Mitglieder des Deutschen Bundestages Dr. Achim Kessler und Jörg Cezanne (bei DIE LINKE.):


„Die geplante Schließung des rentablen Standortes ist Irrsinn und nicht nachvollziehbar“, kommentiert Achim Kessler die Pläne der Firma Walter. Kritisch merkt er an: „Auch, dass die Belegschaft sehr kurzfristig informiert und vor vollendete Tatsachen gestellt wurde, ist eine Unverschämtheit der Geschäftsleitung gegenüber ihren Beschäftigten.“

Auch für Jörg Cezanne steht fest: „Diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht aller Beschäftigten. Sie haben es mit ihren Fertigkeiten und ihrem Wissen geschafft, eine erfolgreiche Produktion gefragter Werkzeuge zu realisieren.“

Beide Abgeordnete des Deutschen Bundestages fordern das Management der Firma Walter auf, ihre Entscheidung zur Schließung des Standortes zurückzunehmen. „Wir sind davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Firma auf Innovation, Knowhow und Qualität setzen muss, wenn sie dauerhaft global agieren will. Daher kann in einer vernetzten Welt das Argument, wonach näher an den Konsumenten produziert werden solle, nicht ausschlaggebend sein.“ Cezanne und Kessler vermuten mit Blick auf die sozialen Standards an den zukünftigen Produktionsstandorten, dass Treiber für die Schließungsentscheidung die Aussicht auf eine höhere Rendite ist.


Hintergrund:

Die Sandvik AB, zu der die Firma Walter gehört, ist ein an der Schwedischen Börse notiertes Unternehmen mit ca. 40.000 Mitarbeitenden weltweit. Etwa 10 Prozent dieser Beschäftigten arbeiten in Deutschland. Am Standort Frankfurt-Rödelheim sind rund 200 Mitarbeitende von der Entscheidung der Firmenleitung betroffen. In diesem Werk werden seit über 100 Jahren Werkzeuge hergestellt. Der Standort soll geschlossen werden und die Arbeit in die unionfree enviroment Standorte in die USA (South Carolina), nach Brasilien, China und Frankreich verlagert werden.