Solidaritätserklärung mit den Kolleginnen und Kollegen von Günther & Co.

Aktualisiert: Juni 30

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Euer Protest ist richtig!


Dass mit Günther & Co. ein profitables Unternehmen geschlossen wird, das kann niemand verstehen. Mit der geplanten Werksschließung wird die Existenz von über 200 Beschäftigten knallhart dem Raubtierkapitalismus geopfert.


Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihr erwirtschaftet für den Konzern Jahr für Jahr fette Gewinne. Und trotz traumhafter Margen von 20 Prozent des Gesamtumsatzes will Euch das Unternehmen nun auf die Straße setzen. Das ist unmenschlich und in keiner Weise zu rechtfertigen.


Dies Schließung dieses erfolgreichen Standortes mit einer „strategischen Entscheidung“ zu rechtfertigen, nämlich Fertigungsstandorte in Europa zugunsten anderer in Amerika und Asien zu schließen, um so den „globalen Fussabdruck“ der Warenströme zu vermindern, ist nichts anderen als eine Lüge. In den letzten 30 Jahren haben Sandvik und Walter alle Werkzeugfabriken auf dem US-amerikanischen Markt aufgrund mangelnder Profitabilität geschlossen. Und selbst in Indien und China ist die Walter AG nicht sehr erfolgreich. Warum schließt man also diesen erfolgreichen Traditionsstandort, hier in Rödelheim?


Das Beispiel Günther & Co. macht deutlich, dass dieses Wirtschaftssystem innerlich bereits so verrottet ist, dass selbst profitable Werke geschlossen werden, wenn nur irgendwo die entfernte Möglichkeit besteht, noch ein bißchen mehr Profit aus den Werktätigen herauszupressen ist.


Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist eine unsoziale Unternehmerpolitik, die wir scharf verurteilen. Wir stehen an Eurer Seite und werden gemeinsam, für die Zukunft Eurer Arbeitsplätze kämpfen! Für mich gilt: Menschen vor Profite!


Kämpferische Grüße