Spahns Ablenkungsmanöver von seinem Versagen werden immer dreister

Der gesundheitspolitische Sprecher Achim Kessler erklärt zum heutigen Treffen des Bundesgesundheitsministers mit den Ländern und dem Beschluss über das Ende der Lohnfortzahlung im Quarantänefall:


„Die Manöver, mit denen Bundesgesundheitsminister Spahn von seinem Versagen bei der Impfkampagne ablenkt, werden immer dreister – und sie verschlechtern die Situation noch weiter. Denn mit dem Beenden von kostenlosen Tests und Entschädigungen im Quarantänefall lässt sich die Pandemie nicht bekämpfen. Im Gegenteil führt das zu mehr unentdeckten Ansteckungen und zu weniger Bereitschaft, die notwendigen Quarantänezeiten auch einzuhalten. Ich fordere die Bundesregierung auf, endlich mit den Ablenkungsmanövern aufzuhören und alles dafür zu tun, damit wir alle sicher durch Herbst und Winter kommen: Mit einem Anstieg der Impfquote auf 80 Prozent durch massive Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit, mit weiterhin regelmäßigen und kostenlosen Tests und mit der abgesicherten Unterbrechung von Infektionsketten.“ Kessler weiter:


„Die großspurig angekündigte Impfwoche ist gescheitert, da die Impfquote dadurch nur um weniger als ein Prozent gestiegen ist. DIE LINKE kämpft für eine aktive und niedrigschwellige Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit, um die Impfbereitschaft zu erhöhen. Ich schlage vor, dass die Krankenkassen all ihre Mitglieder anschreiben und ihnen ein personalisiertes Impfangebot mit telefonischer Beratung anbieten sollen. Studien zeigen, dass das die Impfbereitschaft tatsächlich erhöhen kann. Außerdem muss die Bundesregierung endlich koordinieren, dass es wirklich überall - auch und gerade in wirtschaftsschwachen Regionen und Stadtteilen - niedrigschwellige Impfangebote durch mobile Impfteams gibt. “