Stoppt das Sterben im Mittelmeer!

Das Mittelmeer ist ein Massengrab. Seit Jahren sterben tausende von Menschen zwischen Nordafrika und Europa. Die Regierungen Europas schauen diesem Sterben gewillt zu. Wir brauchen praktische Solidarität, wie die von Carola Rackete. Die Kapitänin der Sea Watch 3 rettet Menschenleben, weil internationales Recht diese Humanität gebietet. Leben retten ist unser aller Pflicht. Bei der Unterstützung der Seenotretter zeigt die Bundesregierung ihre Handlungsunfähigkeit. Ich kann die Bundesregierung nur auffordern, auch allein zu handeln und nicht darauf zu warten, dass der italienische Außenminister einen gesunden Menschenverstand entwickelt. Es reicht nicht aus, auf eine Freilassung zu drängen. Er muss sich aktiv für eine Freilassung der Kapitänin einsetzen. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass an den Europäischen Außengrenzen Menschenrechte auch durchgesetzt werden.


Bei der Mahnwache vor dem italienischen Konsulat zeigten viele Frankfurterinnen und Frankfurter ihre Solidarität gegenüber den inhaftierten Seenotrettern. Zahlreiche Genossen, aber auch SeaWatch und ProAsyl kritisierten die Politik der italienischen und deutschen Regierung. Sie forderten eine sofortige Freilassung von Carola Rackete. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass so viele Frankfurterinnen und Frankfurter zur Mahnwache vor das italienische Konsulat gekommen sind. Wir brauchen Solidarität mit den Menschen auf der Flucht und ihren Retterinnen und Rettern. Das Sterben muss ein Ende haben!