„Wo ist Oma?“ – „Beim Flaschen sammeln!“

Achim Kessler und Katja Kipping Straßenaktion-Wo-ist-Oma-2017-05-06

Straßenaktion in Frankfurt, 6. Mai 2017

Mit der Parteivorsitzenden Katja Kipping hat der Kreisverband DIE LINKE. Frankfurt am Main am 6. Mai 2017 bei einer Staßenaktion darauf aufmerksam gemacht, dass Altersarmut nicht abstrakt ist, sondern ganz konkrete Menschen trifft – nämlich zum Beispiel die eigene Oma. Sie wartet nicht in ihrem Schaukelstuhl darauf, den Enkeln die neusten Geschichten von „Bibi und Tina“ vorzulesen. Und sie hat auch keine Zeit, um mit einem Seniorenstudium den Wissensdurst zu stillen, der in einem langen Arbeitsleben gewachsen ist. Keine Zeit für ausgedehnte romantische Spaziergänge am Main-Ufer mit Opa oder gar die ersehnte Wiederholung der Hochzeitsreise nach Italien.

Stattdessen ist Oma abends unterwegs, um verschämt mit einer Taschenlampe in Mülleimern nach Flaschen zu suchen. Oma muss in aller Frühe Zeitungen austragen, um mit ihrer Rente halbwegs über die Runden zu kommen. Um Geld zu sparen, bringt sie Opa den Henkelmann mit seinem Essen zu seiner Arbeit im Minijob. Bislang haben sich Oma und Opa noch nicht zu dem bitteren Gang aufs Amt entschließen können. Aber sie wissen, dass sie nicht drum herum kommen, wenn ihre Gesundheit schlechter wird. Dann müssen sie beim Sozialamt Grundsicherung beantragen, um ihre Rente aufzustocken.

Nach Auskunft der Bundesregierung werden im Jahr 2030 jeder zweite Rentner und jede zweite Rentnerin nur noch eine Rente in Höhe der Grundsicherung haben. Massenhafte Altersarmut wird dann den Alltag prägen. Das will ich nicht zulassen! Ich kämpfe für eine Rente, die vor Armut schützt und den Lebensstandard sichert. Auch wenn ich selbst nicht altersarm sein werde, will ich nicht in einer Gesellschaft leben, die Menschen in Armut zwingt!

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